WK Kompanie Betreuung – Ein neuer Ausbildungsrhythmus
Seit diesem Jahr werden in den Kompanien der RZSO Olten neuerdings zwei statt eines Wiederholungskurses (WKs) durchgeführt. Zweck dieser Massnahme ist die häufigere Schulung der Mannschaften, welche durch den mehrfachen Kontakt mit ihren fachbereichsspezifischen Aufgaben im Zivilschutz ihre Fähigkeiten verbessern sollen. Der erste dieser beiden WKs der Betreuerkompanie fand vom 13.04.2026 bis 17.04.2026 in der Zivilschutzanlage (ZSA) Gerbrunnen in Trimbach statt.

Diese Neuerung in der Ausbildung der Mannschaft hat auch Änderungen in der Kursorganisation zur Folge. Während wie bisher die gesamte Kompanie an allen Tagen eines WK Dienst leistete, wird von nun an die Mannschaft sowie das Kader unterteilt.
Am ersten Tag dieses insgesamt fünf Tage dauernden WK treffen sich der Kompaniekommandant Raffael Keller mit seinem Stellvertreter Joël Moser, sowie alle für die ersten beiden Ausbildungstage vorhergesehenen Zug- und Gruppenführer. An diesem Montag wurden die einzelnen Ausbildungslektionen unter den Gruppenführern aufgeteilt, sowie sämtliche AR 3 (Arbeitsrapport 3, «praktische Prüfung» der Ausbildungslektionen) durch die Zugführer durchgeführt und letzte Absprachen innerhalb des Kaders getroffen.
Am Dienstag trafen die auszubildenden Soldaten ein, welche während zweier Tage in den Genuss von insgesamt 13 Lektionen kamen. Wie in jedem WK mit Ausbildungslektionen werden Themen der allgemeinen Grundausbildung behandelt, wobei der Fokus im Fachbereich der Betreuer liegt.


Zur Thematik der Grundausbildung gehört es unter anderem, einen kurzen Überblick über die globale politische Lage und den damit verbundenen möglichen Anpassungen im Leistungsauftrag zu bekommen. Wichtig ist es auch, über die Grundlagen des Bevölkerungsschutzes Bescheid zu wissen und den Umgang mit Stromgeneratoren und Leuchtmitteln zu beherrschen. Denn egal welchem Fachbereich die Angehörigen des Zivilschutzes zugeteilt sind: eine situationsgerechte Beleuchtung ist überall nötig, um die anstehende Arbeit verrichten zu können.
Damit eine fliessende Kommunikation sichergestellt werden kann, müssen die AdZS (Angehörigen des Zivilschutz) zudem in der Lage sein, mit dem Funkgerät umgehen zu können.

Fachbereichsspezifisch wurden die AdZS unter anderem in den Themen BLS/AED und Hygiene fortgebildet. Um den Hygieneunterricht im Vergleich zum letzten Jahr etwas abwechslungsreicher zu gestalten, mussten die Soldaten eine Händedesinfektion durchführen. Das spannende daran: Das Desinfektionsmittel ist mit fluoreszierender Essenz versehen. So kann unter UV-Licht überprüft werden, ob die Soldaten ihre Hände korrekt desinfiziert haben.
Während der BLS/AED Lektion wurden die Teilnehmer etwas aus ihrer Komfortzone gelockt, indem sie einen Figuranten in die stabile Seitenlage befördern mussten. Selbst wenn es sich nur um einen Kollegen handelt, ist es immer wieder eine besondere Situation, wenn jemand regungslos am Boden liegt.


Am Mittwoch stiessen dann die Zug- und Gruppenführer hinzu, welche für die Ausbildung in der zweiten Hälfte des WK am Donnerstag und Freitag zuständig waren. Durch den Wissensaustausch am Mittwoch erhielt das Kader der zweiten Charge den Vorteil, dass es von den Vorbereitungen und Erfahrungen der ersten Charge profitieren durfte. Somit war die zweite Charge bestens vorbereitet für den zweiten Teil des WK, für den auch die andere Hälfte der Mannschaft aufgeboten wurde. Der WK für die erste Hälfte der Betreuerkompanie war somit am Mittwochabend bereits zu Ende. Für die zweite Hälfte endet der WK am Freitagabend.
