Sirenentest & WK Führungsunterstützung – Überprüfung des regionalen Alarmierungssystems

Eine funktionierende Alarmierung der Bevölkerung ist im Ernstfall entscheidend. Sie bildet die Grundlage für den Schutz der Bevölkerung. Um diese jederzeit sicherzustellen, führt die Regionale Zivilschutzorganisation (RZSO) Olten Anfang Februar einen Sirenentest in Kombination mit einem Wiederholungskurs (WK) im Bereich Führungsunterstützung durch. Unter der Leitung von Major Roman Junker, stellvertretender Chef Führungsunterstützung, und mit der Unterstützung des Kaders der Führungsunterstützung führen am 4. Februar insgesamt 24 Zivilschützer den Sirenentest durch.

Entgegennahme der Ergebnisse des Sirenentests über Polycom.

Ein Zivilschützer führt den manuellen Test der Sirene durch.

Der Sirenentest findet am 4. Februar im gesamten Einsatzgebiet der RZSO Olten statt. In allen Gemeinden (Boningen, Dulliken, Gunzgen, Hägendorf, Hauenstein-Ifenthal, Kappel, Olten, Rickenbach, Starrkirch-Wil, Trimbach, Wangen bei Olten und Wisen) werden insgesamt 23 Sirenen überprüft. Ziel ist es, sowohl die zentrale als auch die manuelle Auslösung der Anlagen zu testen und allfällige Mängel frühzeitig zu erkennen.

Die Überprüfung erfolgt in zwei Phasen. Zunächst werden die Sirenen um 13:30 Uhr und um 13:35 Uhr aus der Alarmzentrale in Solothurn fernausgelöst. Anschliessend erfolgt die manuelle Auslösung vor Ort mittels Schlüssel. Dafür beziehen die eingeteilten Zivilschützer mit der Unterstützung von drei Fahrern frühzeitig Stellung bei den jeweiligen Standorten. Um 13:45 Uhr werden alle Sirenen gleichzeitig manuell ausgelöst.

Ein Zivilschützer erfasst nach der Durchgabe über Funk die Ergebnisse des Sirenentests.

Nach den Auslösungen melden die Einsatzkräfte ihre Beobachtungen per Polycom an den Kommandoposten. Dort werden die Resultate dokumentiert, gesammelt und an den Kanton Solothurn weitergeleitet. Allfällige Störungen oder Defekte werden so systematisch erfasst und den zuständigen Stellen gemeldet. Parallel dazu wird die Bevölkerung vorab über Radio, Funk und AlertSwiss über den Test informiert, um Missverständnisse zu vermeiden.

Der Sirenentest dient gleichzeitig auch als Auffrischung und Anwendung für die Zivilschützer im Umgang mit dem Polycom-Funksystem. Zu Beginn des Einsatztages erhalten deshalb alle Teilnehmenden eine Wiederholungsschulung im Funkverkehr. Das aufgefrischte Wissen wird direkt während des Sirenentests angewendet.

 
 

Neu wird der Sirenentest in diesem Jahr mit einem anschliessenden zweitägigen Wiederholungskurs verbunden. Am 5. und 6. Februar vertiefen die Zivilschützer ihr Fachwissen in verschiedenen Leistungsbereichen. Eine Besonderheit des WKs ist der Besuch des nahe gelegenen Kernkraftwerks Gösgen. Als kritische Infrastruktur ist diese Anlage häufig Bestandteil von fiktiven Übungsszenarien. Der Besuch ermöglicht es den Teilnehmenden, sich ein Bild der Infrastruktur zu machen und eine konkrete Vorstellung von möglichen Gefahren in einem Ernstfall zu entwickeln.

Beim Besuch im Kernkraftwerk stehen die Sicherheitsanforderungen im Fokus.

Darüber hinaus werden im WK verschiedene praxisorientierte Trainings durchgeführt. Dazu gehören die Erstellung von Lageplänen und Gefahrenkarten, vertiefte Polycom-Übungen, die Wiederholung der Grad- und Hierarchielehre sowie der Einsatz von Lichtmodulen und Stromgeneratoren. Diese Inhalte stärken die Handlungssicherheit der Zivilschützer und bereiten sie gezielt auf mögliche Ernstfälle vor.

Der Sirenentest und der Wiederholungskurs dienen der Sicherstellung der regionalen Alarmierung und der Einsatzbereitschaft der Führungsunterstützung. In Katastrophenfällen, bei technischen Störungen oder im Verteidigungsfall sind funktionierende Warnsysteme und eingespielte Abläufe von zentraler Bedeutung. Durch die Kombination von technischer Kontrolle, Ausbildung und praktischen Übungen wird die Einsatzfähigkeit der Führungsunterstützung nachhaltig gestärkt.

Die eingesetzten Zivilschützer erhalten einen Auffrischer zur Anwendung von Polycom.
Jeder Zivilschützer wird für den Sirenentest mit einem Funkgerät ausgerüstet.