WK Periodische Schutzraumkontrolle – Einblick in eine essentielle Aufgabe

Jedes Jahr findet der Wiederholungskurs (WK) zur periodischen Schutzraumkontrolle statt. In diesem zweiwöchigen Einsatz überprüfen rund 20 Zivilschützer den Zustand von Schutzräumen in Privatliegenschaften. Ihr Ziel: Sicherstellen, dass die Schutzräume im Ernstfall funktionstüchtig sind.

Die RZSO setzt dabei auf moderne Lösungen: Jedes Kontrollteam ist mit einem Tablet ausgestattet, auf dem alle Termine und Berichte digital erfasst werden. Dies reduziert den administrativen Aufwand erheblich und ermöglicht es, mehr Schutzräume pro Tag zu kontrollieren.

Die Zivilschützer kommen aus unterschiedlichen Fachbereichen und erhalten eine eintägige Schulung für ihre Tätigkeit. Während des WK’s arbeiten 4 bis 5 Gruppen in Dreierteams zusammen: Ein Fahrer und zwei Kontrolleure. Gemeinsam überprüfen sie innerhalb von zwei Wochen rund 500 Schutzräume.

Eine Kontrolle dauert je nach Grösse der Anlage durchschnittlich 20 bis 30 Minuten und umfasst eine Vielzahl an Prüfungen, darunter:

  • Schliessmechanismus der Panzertüren und Deckel
  • Ventilationsaggregat sowie Filter
  • Fluchtwege
  • allgemeiner Zustand

Werden Mängel festgestellt, müssen diese durch die Eigentümer behoben werden. Sie erhalten einen Bericht mit den Mängeln sowie Empfehlungen für Fachfirmen. Falls bei der Nachkontrolle im nächsten Jahr dieselben Mängel vorliegen, erfolgt eine Meldung an die kantonale Behörde. In solchen Fällen kann es zu Bussen kommen.

Die Eigentümer dürfen die Schutzräume für eigene Zwecke nutzen,  jedoch nur unter der Voraussetzung, dass diese innerhalb von 48 Stunden komplett geräumt werden können.

Diese periodischen Schutzraumkontrollen sind ein zentraler Bestandteil des Schweizer Zivilschutzes. Dank der sorgfältigen Arbeit der Zivilschützer bleibt die Schutzraum-Infrastruktur funktionsfähig und bereit für den Ernstfall.

Zivilschützer kontrolliert die Funktion eines Lichtschachtes